Jubel Köhler

Author: 
Daniel Schäfer/Albert Schäfer
Dienstag, 19. Februar 2019

Mick Köhler erzielt erstes DEL-Tor beim 6:3 gegen Nürnberg!

Im letzten Hauptrunden-Heimspiel zeigt der KEC ein bärenstarkes zweites Drittel und damit eine gute Reaktion auf das Wochenende. Vor den 9.458 Fans waren die drei Punkte nie gefährdet. Michael Zalewski trifft doppelt und Mick Köhler markiert seinen ersten DEL-Treffer.

„Den hab ich irgendwie reingestolpert. Aber klar, das war ein unheimlich cooles Gefühl dieses erste Tor endlich zu schießen“, sagte Youngster Mick Köhler nach der Partie. Er fügte aber auch an: „Mindestens genauso glücklich bin ich über die drei Punkte. Die sind unheimlich wichtig, um Platz vier zu erreichen.“

Der KEC zeigte vom ersten Bully weg, dass man das vergangene Wochenende schnellstmöglich vergessen machen wollte und präsentierte sich körperlich und wach. Folgerichtig gehörten die ersten Torannäherungen auch den Haien. Alexander Oblinger fälschte eine Hereingabe knapp übers Tor (3.) und sowohl Dominik Tiffels als auch Felix Schütz zielten haarscharf links am Nürnberger Tor vorbei (4., 6.). Bei den einzigen Offensivbemühungen der Nürnberger in den ersten Minuten war Hannibal Weitzmann im Haie-Tor auf dem Posten (7.,8.).  Auf der Gegenseite musste Andreas Jenike dann auch eingreifen: Fabio Pfohl tunnelte seinen Gegenspieler, legte mit Übersicht quer auf Felix Schütz, der dann aber an Jenikes Fanghand scheiterte (11.). Das erste Tor erzielten wenige Minuten später die Gäste: Patrick Reimer zeigte sich nach neun Sekunden in Überzahl eiskalt und beförderte die Scheibe ins lange Eck (15.). In der Schlussphase des ersten Abschnitts wurde es dann wild. Insgesamt vier kleine Strafen gegen die Ice Tigers sorgten für zwei doppelte Überzahlsituationen für die Haie. Eine davon nutzte Sebastian Uvira, der nach einem Abpraller geschickt verzögerte und so zum 1:1-Ausgleich traf (18.). 

Im zweiten Drittel zogen die Haie die Zügel merklich an. Die zwanzig Minuten wirkten beinahe wie ein durchgehendes Powerplay, mit tollen Kombinationen auf engstem Raum und mit viel Übersicht – vor allem aber mit der nötigen Durchschlagskraft. In der 23. Minute stocherte Michael Zalewski nach einer Jenike-Parade den Puck über die Linie zur umjubelten Führung – 2:1 Haie. Nur eine Zeigerumdrehung später schoss Frederik Tiffels die Scheibe aus dem Slot knapp rechts unten vorbei. Die gleiche Ecke visierte auch Fabio Pfohl an und machte seine Sache etwas besser: Nach einer Energieleistung von Sebastian Uvira über das gesamte Eis, stand Pfohl frei im Slot und traf aus der Drehung (25.). Die einzige wirkliche Herausforderung für Hannibal Weitzmann war ein Schuss des Ex-Hai Shawn Lalonde, den er ohne Probleme aus dem Winkel fischte (29.). Richtig laut wurde es in der Halle dann nach dem 4:1 für den KEC. Der ehemalige Junghai Mick Köhler markierte den ersten DEL-Treffer seiner Karriere und steckte sich verdientermaßen direkt den Puck ein (32.). 

Und im Schlussabschnitt machten die Haie zunächst genau da weiter. Frederik Tiffels nahm es – aus dem eigenen Drittel kommend – mit der gesamten Gästdefensive auf sich und legte die Scheibe dann mustergültig und mit viel Übersicht direkt vor die Füße von Michael Zalewski. Der konnte sich die Ecke mehr oder weniger aussuchen und vollstreckte rechts unten zum 5:1 (42.). Fünf Minuten später durfte dann auch Hannibal Weitzmann nochmal sein Können unter Beweis stellen. Bei einem Konter war Eugen Alanov frei durch, scheiterte aber am Kölner Schlussmann (47.). Im Powerplay schraubte dann der nächste KEC-Spieler das Ergebnis in die Höhe. Morgan Ellis feuerte einen regelrechten Strahl ab, der exakt im rechten oberen Winkel einschlug. Ein Unachtsamkeit direkt vor dem eigenen Kasten ermöglichte Nürnberg dann noch den 2:6-Anschlusstreffer. Torschütze war Jason Bast. In Überzahl kam Jason Best dann sogar noch zu einem Doppelpack, als sein Schuss durchflutschte.

Nach der Partie lobte Haie-Coach Dan Lacroix vor allem zwei Haie-Eigengewächse: „Hannibal hat in den letzten Wochen – auch wenn er nicht viel gespielt hat – unheimlich professionell gearbeitet und seine Sache heute richtig gut gemacht. Und für Mick freut es mich natürlich total, dass er seinen ersten DEL-Treffer gemacht hat.“ Mit dem Spiel seiner Mannschaft war Lacroix 55 Minuten lang zurfrieden. "Wir werden bald aber auch 60 starke Minuten brauchen."

Die vier noch ausstehenden Spiele führen den KEC jeweils in die Fremde. In Augsburg (22.02.), Düsseldorf (26.02.), Berlin (01.03.) und Mannheim (03.03) warten ebenfalls Gegner, die in der Tabelle um die beste Ausgangslage für die Playoffs kämpfen werden.

Alle Infos zu den DEL-Playoffs 2019 gibt es hier.

Foto: Daniel Schäfer / Alebert Schäfer

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